noch 2 Tage..

Das Ding mit dem Denken

Weniger als drei Tage. So lange dauert es noch, bis ich im Flugzeug zu meiner Yoga Lehrer Ausbildung sitzen werde und wer hätte es gedacht, in meinem Kopf läuft alles Amok.

Meine Therapeutin nennt was bei mir abgeht „hyperconsciousness“, was einfach nur bedeutet, sich allem exzessiv bewusst zu sein.In meinem Kopf herrscht ein Durcheinander von Listen die ich durchgehe, bis zu Emotionen die bezüglich dieser großen Veränderung aufkommen.

Und kennen wir das nicht irgendwo alle ?Die Gedanken sind überall, nur viel zu selten da wo wir uns tatsächlich aufhalten.Viel lieber spielt dort oben das Kopfkino der unwahrscheinlichsten Wahrscheinlichkeiten für jegliche Situation.

Mein Magen schlägt Purzelbäume während die Angst vor dem Unbestimmten sich ihren Platz in mir macht..

Die erste und instinktive Reaktion die ich dazu an den Tag legen würde, wäre mit mir selbst zu kämpfen.Denn ist es nicht so dass zu viel Denken einen ziemlich schlechten Ruf bekommen hat, vor allem seit Dinge wie Mindfulness & Meditationen uns ein Begriff sind? Da muss es doch irgendwo einen „aus“ Knopf geben, ein sich gedanklich auf die Finger schlagen..

Heute möchte ich aber einmal innehalten..

Und meditieren…

Entgegen der allgemeinen Auffassung geht es beim Meditieren überhaupt nicht um das „Aufhören zu denken“. Es ist schlicht und ergreifend gar nicht möglich, nicht zu denken.Und wenn man das einmal sacken lässt… 

Kommt man (..ich) eventuell zu dem Schluss, dass die Lösung nicht darin besteht, den Gedankenfluss zu stoppen, sondern ihn lediglich umzulenken. Ihm mit Liebe zu begegnen. 

Krampfhaft zu versuchen, nicht zu denken und sich nicht der Angst und dem Chaos in einem zu ergeben zu wollen, führt nur dazu, dass man es dupliziert. Denn um mich zu zwingen, aufzuhören mit dem Denken, müsste ich .. ja, denken.

Was aber, wenn ich mich hinsetze und einmal ganz kurz durchatme ? Die Augen schließe in dem Vertrauen dass ich jetzt gerade in einem Moment verweile, in dem nichts passieren kann. Die Gedanken sind da, aber ich schiebe sie nicht weg. Ich handle auch nicht nach ihnen. Ich beobachte sie und lasse das Bewusstsein darüber, dass alles faktisch gar nicht so groß und unbekannt, oder gar jetzt gleich passiert in mir wachsen… 

Ich hoffe diese Reise wird mich lehren, mir selbst im Alltag mit mehr Mitgefühl begegnen.Das ist denke ich ein key Faktor bei dieser Geschichte – Vetrauen in den Vorgang und in mich selbst.Irgendwas sagt mir, dass ich dafür genau am richtigen Ort sein werde.

Ich kann es kaum erwarten, von dort aus zu berichten.

Bleibt bis dahin geschmeidig

Lou

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