Travel Diaries #1- Biarritz

Der Himmel ist wolkenverhangen, als ich am Flughafen in Biarritz mein Gepäck entgegennehme.Überrascht stelle ich fest, wie klein und ausgestorben der gesamte Flughafen ist, nur die Menschen aus meinem Flieger und ich sind dort. Selbst wenn die Stadt sich gerade nicht im lockdown befände, würde es nicht viele Geschäfte geben, die hier offen wären. Diese Tatsache ist irgendwie tröstlich, nachdem ich gerade eben noch meinen Weg durch den hektischen Flughafen in Paris gebahnt habe.

Draußen ist die Luft klar und die Wege sind mit wunderschönen lila und weißen Blumen gesäumt und es riecht nach Natur.Es ist nicht weit bis zur Stadtmitte und trotzdem ist es wohltuend ruhig und mir scheint ein weiteres Mal eine Last von den Schultern abzufallen.

Ich bin nicht das erste mal hier. Aber als ich letztes Jahr das erste Mal nach Biarritz kam, hatte ich kaum Zeit, den Ort richtig zu genießen, die Atmosphäre in mich aufzusaugen. Aus diesem Grund war mir völlig klar, dass ich dieses Jahr noch einmal herkommen würde, zu einem Zeitpunkt als alles zukünftige noch im Nebel lag.

Es ist viel windiger und kälter als an der Südküste, wo ich lebe und wieder muss ich feststellen, dass ich das Wetter unterschätzt hatte. Die Böhen fegen mir durch die Jeansjacke und den Sweater, von dem ich dachte, er sei beinahe zu viel des Guten während ich durch die Stadt schlendere.Eigentlich wollte ich meine ersten Tage hier langsam angehen und nicht allzu viel laufen, aber der Geruch des Meeres, der in der ganzen Innenstadt wahrnehmbar ist, hat mich in seinen Bann gezogen. Und das erste was ich hier tue, ist meiner Nase zu folgen..

Außerdem weiß ich, dass mir für solche Dinge nicht viel Zeit bleibt, denn ich bin primär nicht hergekommen, um Urlaub zu machen.Eigentlich werde ich all meine Zeit damit verbringen in mich selbst zu gehen als umgekehrt. Endlich habe ich die Möglichkeit, eine Yoga Lehrer Ausbildung zu machen, nach etlichen Malen, die Corona mir einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. 

Aber daran denke ich nicht, als ich durch die kleinen Straßen streife, staunend über die geschlossenen Geschäfte,ihrem Angebot.Alles spiegelt den Vibe der Stadt wider, die tiefe Liebe zum Meer.Nach Kunst, Badekleidung, Skate Zubehör oder Schmuck aus Muscheln und Steinen muss man nicht lange suchen.Während ich mich frierend umschaue, kommen mir Surfer barfuß, in wetsuits und ihren Boards unter den Armen entgegen.

Alles und scheinbar jeder an diesem Ort inspiriert mich, resoniert mit mir auf einer tiefen Ebene und ich freue mich darauf, hier eine Art Alltag zu erleben, wenn auch nur für kurze Zeit..

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